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Anleitung: Parkett verlegen

Montageanleitung

Parkett verlegen

Unabhängig von der gewählten Verlegemethode muss der Untergrund sorgfältig vorbereitet werden. Hier findest Du die wichtigsten Schritte für schwimmend verlegtes und vollflächig verklebtes Parkett.

2 Verlegevarianten
Geeignet fürKlickparkett und Klebeparkett
WichtigUntergrund, Raumklima und Dehnungsfugen sorgfältig beachten.
AufbauVorbereitung, Verlegevarianten, FAQ und Zubehör

Vorbereitungen

Untergrund und Bodendielen

Untergrund: Unabhängig von der gewählten Verlegemethode muss der Untergrund sorgfältig vorbereitet werden. Entferne falls nötig den alten Bodenbelag sowie Risse, Unebenheiten und Rückstände von Kleber. Der Untergrund muss sauber, eben und tragfähig sein. Auch vorhandene Sockelleisten und Übergangsprofile sollten entfernt werden.

Hinweis: Parkett ist nicht für Feuchträume geeignet, außer dies wird ausdrücklich in der Produktbeschreibung angegeben. Klickparkett kann auf Estrich oder festen, ebenen Altbelägen wie Holz, Fliesen oder Stein verlegt werden.

Bodendielen: Vor dem Verlegen sollte sich der Bodenbelag an das Raumklima anpassen. Dazu die ungeöffneten Pakete für etwa 24 bis 48 Stunden im entsprechenden Raum lagern. Die Raumtemperatur sollte dabei konstant bei rund 24 °C liegen, die Luftfeuchtigkeit bei 40 bis 60 %. Mische Dielen aus unterschiedlichen Paketen, um ein gleichmäßiges, natürliches Verlegebild zu erhalten.

Menge berechnen: Länge × Breite des Raumes plus 10 % Verschnitt einplanen. Restdielen können später als Ersatz dienen.

Hinweis: Hölzer wie Buche, Ahorn oder Kempas reagieren empfindlicher auf Temperatur und Feuchtigkeitsschwankungen und sind daher nicht für die Verlegung auf Fußbodenheizung zu empfehlen.

Verlege-Variante 1: Parkett schwimmend verlegen

Wann ist die schwimmende Verlegung sinnvoll?

Eine schwimmende Verlegung von Parkett empfiehlt sich, wenn Du unter anderem:

  • den Parkettboden später wieder problemlos entfernen möchtest, da einzelne Parkettdielen lediglich durch ein Klicksystem miteinander verbunden sind
  • beschädigte Dielen ohne großen Aufwand austauschen möchtest
  • beim Verlegen Zeit sparen möchtest, da Klickparkett auch auf bereits bestehenden Bodenbelag verlegt werden kann

Wichtig! Schwimmend verlegte Böden dürfen nicht zusätzlich teilweise mit Leim oder Nägeln fixiert werden, da dies die natürliche Bewegung des Bodens behindert und Schäden verursachen kann.

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Schritt 1: Trittschalldämmung und Dampfbremse auslegen

Wenn Du Parkett auf mineralischem Untergrund verlegst, musst Du zwingend eine Dampfbremse auslegen. Diese Folie verhindert, dass Feuchtigkeit unter dem Parkettboden in den Bodenbelag eindringt. Beim Auslegen sollte die Dampfbremse an den Wänden ca. 2 cm nach oben reichen und die einzelnen Bahnen sollten sich überlappen.

Anschließend kannst Du die Trittschalldämmung direkt auf der Dampfbremse bündig, nicht überlappend, auslegen. Halte ein paar Millimeter Abstand zur Wand und klebe Stoßverbindungen am besten mit Aluband ab.

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Schritt 2: Verlegerichtung festlegen

Für ein harmonisches Raumbild ist auch die Verlegerichtung entscheidend. Als Faustregel gilt: Die Flucht der Dielen sollte idealerweise in Richtung Fenster weisen und dem Lichteinfall folgen. Quer zum Lichteinfall verlegt, kommt die Struktur stärker zur Geltung. Teste vorab mit ein paar losen Dielen, welche Richtung am besten zu Deinem Raum passt.

Hinweis: Wenn Du Parkett in sehr schmalen Räumen, zum Beispiel einem Flur, quer verlegst, kann die nötige Dielenlänge und der Versatz fehlen. Dadurch kann der Boden an Stabilität verlieren.

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Schritt 3: Die erste Reihe des Klickparketts schwimmend verlegen

Die ordentliche Verlegung der ersten Reihe ist besonders wichtig, da sich an dieser alle weiteren Dielen ausrichten. Richte die erste Reihe sorgfältig aus.

Beginne am besten von links nach rechts. Die Feder der Diele muss zur Wand zeigen. Verbinde die Dielen der ersten Reihe zunächst stirnseitig und korrigiere minimale Lücken vorsichtig mit Hammer und Schlagholz.

Achte auf eine Dehnungsfuge von ca. 10 bis 15 mm zur Wand. Sichere sie während der Verlegung mit Verlegekeilen. Später wird die Fuge mit Sockelleisten verdeckt.

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Schritt 4: Die weiteren Reihen verlegen

Verbinde die weiteren Reihen Nut mit Feder. Setze die Parkettdiele schräg in einem Winkel von ca. 25° in die Nut der liegenden Reihe ein und drücke sie vorsichtig nach unten, bis sie einrastet. Kleine Fugen lassen sich mit Hammer und Schlagholz ausbessern.

Die stirnseitigen Verbindungen sollten versetzt liegen. Nutze dafür nach Möglichkeit abgeschnittene Endstücke der vorherigen Reihe. Der Versatz sollte nicht kleiner als 30 cm sein.

Tipp zu Dehnungsfugen: Bei Flächen über 100 m² empfiehlt sich zusätzlich eine Dehnungsfuge von 5 mm, idealerweise nach 8 m in Dielenbreite und nach 10 m in Dielenlänge. Übergangsprofile können diese Fugen sauber abdecken.

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Schritt 5: Letzte Parkettreihe und Abschlussarbeiten

Die letzte Reihe muss häufig in der Breite zugeschnitten werden. Ermittle die benötigte Breite, berücksichtige die Dehnungsfuge und setze die zugeschnittenen Dielen mit einem Zugeisen ein.

Bei Türrahmen kannst Du entweder die Zargen kürzen und den Parkettboden darunter schieben oder die Dielen passend an die Form der Zargen anpassen. Bei Heizungsrohren markierst Du die Position und sägst passende Aussparungen aus. Abdeckrosetten kaschieren die Schnittstellen.

Nach der Verlegung entfernst Du die Verlegekeile und montierst Sockelleisten. Übergangsprofile sorgen an angrenzenden Räumen für einen sauberen Übergang.

Verlege-Variante 2: Parkett kleben

Vorteile

  • geringere Bewegung des Holzes bei Temperaturschwankungen und weniger Fugenbildung
  • sehr stabil und langlebig, auch bei starker Beanspruchung
  • gute Schalldämmung ohne Hohlräume
  • geringe Aufbauhöhe

Nachteile

Die Verklebung erfordert Erfahrung und sorgfältige Vorbereitung. Die Entfernung ist aufwendiger als bei Klickparkett, und der Untergrund muss danach meist erneut vorbereitet werden.

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Schritt 1: Untergrund vorbereiten

Der Untergrund muss trocken, sauber, glatt und tragfähig sein. Risse und Unebenheiten ausbessern, grundieren und gegebenenfalls mit Ausgleichsmasse ebnen. Danach schleifen und reinigen. Ideale Bedingungen sind 18 bis 22 °C bei rund 50 % Luftfeuchtigkeit.

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Schritt 2: Arbeitsbereich festlegen

Entlang der längsten Wand eine Linie mit einem Abstand von 6 × Dielenbreite + 1,5 cm ziehen. Der Bereich zwischen Wand und Linie ist der Arbeitsbereich. Passe den Abstand gegebenenfalls an, um sehr schmale Enddielen zu vermeiden, und lege die Dielen vorab lose aus.

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Schritt 3: Kleber auftragen

Die erste Reihe vorbereiten und bei Bedarf eine gerade Latte als Anschlag fixieren. Parkettkleber mit Zahnspachtel gleichmäßig auf kleinen Abschnitten auftragen.

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Schritt 4: Parkett verlegen

Von rechts beginnen und 15 mm Wandabstand einhalten. Stirnseiten mit mindestens 3 mm Leim versehen und verbinden. Einen Versatz von mindestens 30 cm einhalten.

Wichtig: Mindestens 80 % der Dielenrückseite sollte mit Kleber bedeckt sein. Alle 2 bis 3 Stunden mit einer schweren Rolle über den Boden gehen.

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Schritt 5: Letzte Reihe

Oft ist ein Zuschnitt nötig. Die Dehnungsfuge von 15 mm einhalten und die Dielen mit einem Zugeisen einsetzen.

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Schritt 6: Abschlussarbeiten

Arbeitsbereich wie zuvor beschrieben verlegen und Leimreste sofort entfernen. Klebebänder und Keile erst nach 24 Stunden entfernen. Sockelleisten frühestens am Folgetag montieren.

Praxischeck vor dem Verlegen

Lege einige Dielen trocken aus, prüfe Verlegerichtung, Versatz und Breite der letzten Reihe. So lassen sich ungünstige Zuschnitte und schmale Randstücke vor der eigentlichen Verlegung vermeiden.

Häufig gestellte Fragen zum Parkett verlegen

Wie lange sollte Parkett vor dem Verlegen im Raum lagern?

Die ungeöffneten Pakete sollten etwa 24 bis 48 Stunden im späteren Einsatzraum gelagert werden, damit sich der Boden an Temperatur und Luftfeuchtigkeit anpassen kann.

Brauche ich unter Parkett eine Dampfbremse?

Bei mineralischen Untergründen ist bei schwimmender Verlegung eine Dampfbremse erforderlich. Sie wird unter der Trittschalldämmung verlegt und an den Wänden etwas hochgezogen.

Wie groß sollte die Dehnungsfuge bei Parkett sein?

Bei der schwimmenden Verlegung sollte zur Wand in der Regel eine Dehnungsfuge von etwa 10 bis 15 mm eingehalten werden. Bei großen Flächen können zusätzliche Dehnungsfugen erforderlich sein.

Kann Parkett auf Fußbodenheizung verlegt werden?

Das hängt von Holzart und Produktfreigabe ab. Hölzer wie Buche, Ahorn oder Kempas reagieren empfindlicher auf Temperatur und Feuchtigkeitsschwankungen und werden daher nicht empfohlen.

Was ist der Unterschied zwischen schwimmender Verlegung und Verklebung?

Schwimmend verlegtes Parkett wird über das Klicksystem verbunden und nicht am Untergrund fixiert. Bei der vollflächigen Verklebung werden die Dielen mit Parkettkleber dauerhaft mit dem Untergrund verbunden.

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